21. Oktober 2004
Sonnenaufgang am Uluru
Wanderung um den Uluru
Besuch der Kata Tjuta
Da gab es niemand in der Gruppe, der an diesem Tag nicht gerne schon um 4.00 Uhr oder etwas später das Hotelbett verließ, denn um 5.15. Uhr fuhren wir nochmals zum Uluru, diesmal um auch noch den Sonnenaufgang ab 6.07 Uhr zu erleben.
Es veränderten sich die roten Farbtöne des Uluru 15 Minuten lang, bis die volle Sonneneinstrahlung abgeschlossen war. Wir empfanden es fast noch eindrucksvoller als beim Sonnenuntergang. Allerdings mit anderen Gefühlen beim Erwachen des Tages, der Natur, der Freude.
Noch war es kühl im Uluru-Nationalpark, doch in kurzer Zeit ließ uns die Sonne wissen, wozu sie fähig ist. Wir wanderten 9,4 km um den Uluru. Einige wollten aus gesundheitlichen Gründen und wegen der großen Hitze auf diese Wanderung verzichten, was von Annett problemlos organisiert werden konnte. Der Uluru aus der Nähe mit seinen vielfältigen Strukturen war wieder ein anderes Erlebnis. An vielen Stellen darf nicht fotografiert werden. Diesen Wunsch der Aborigines akzeptierten wir selbstverständlich. Es ist bedauerlich, wenn Touristen glauben für ihren Reisebericht auch noch den heiligen Berg der Aborigines besteigen zu müssen. Man sollte darauf verzichten, da im Uluru jene Traumzeitwesen ruhen, die einst die Erde geschaffen haben.
Die Senioren waren topfit, denn wir schafften die Umwanderung in weniger als 2 Stunden, obwohl wir oft bei Annetts Erklärungen anhielten. Zwei Liter Flüssigkeit wurden verbraucht. Der Bus wartete um uns ins Hotel zurückzubringen. Nach 10 Uhr frühstückten wir ausgiebig, so hatten wir es vereinbart. Von 11.00 bis 13.00 war Bettruhe. Die Hitze war in dieser Zeit, wenn auch bei geringer Luftfeuchtigkeit, sehr groß. 39.6 ° wurde im Hotel angezeigt.

Vor Sonnenaufgang
noch erscheinen die Felswände als dunkles violett

Kurze Zeit später
Die Strahlen der Sonne zeigen Wirkung

Die Sonne ist aufgegangen
und es erstrahlen die Wände des Uluru

Aborigine-Wandmalereien
in einer Höhe am Uluru

Sehr genau sind die
Strukturen/Verwitterungen am Uluru zu erkennen

Die Ureinwohner erkennen in diesen Gebilden
"Ahnen" ihrer Traumzeit
Die Busabfahrtszeit zum Kulturzentrum der Aborigines legte Annett um 15.15 Uhr fest. Wir versuchten der Welt der Aborigines näher zu kommen und erfuhren hier viel über die Ananga-Kultur, von den unerschöpflichen Traditionen, die sowohl Kunst und Handwerk, wie auch andere Aspekte beinhalten und alles, was das Leben der Ananga heutzutage beeinflusst. Was haben wir da von Annett schon alles gelernt! Schon die Malereien am Fuße des Uluru (Ayers Rock) gaben uns bei unserer Wanderung Aufschluss über die Mythologie der australischen Ureinwohner.
Unser Bus brachte uns dann zum Kata Tjuta Nationalpark. Wir nennen Kata Tjuta auch die Olgas, es sind 36 rostrot leuchtende Kuppeln, die 30 km westlich vom Uluru aus der wüstenhaften Ebene herausragen. Nach den Ananga ist auch in Kata Tjuta Schöpferkraft aus der Traumzeit gespeichert. Wir machten eine Wanderung - die Aborigines erlauben es - zwischen zwei Kuppeln der Kata Tjuta.
Auch diesmal wollten wir den Sonnenuntergang um 18.54 erleben. Die zunehmende Bewölkung ließ dies leider nicht zu. Den Blick vom Lookout ließen wir uns trotzdem nicht entgehen. Kata Tjuta ist nicht weniger eindrucksvoll als Uluru, noch faszinierender war das Erlebnis am nächsten Tag beim Helikopter-Flug. Um 20 Uhr, die Dunkelheit war bereits hereingebrochen, kehrten wir zum Hotel zurück. Das befürchtete Schlechtwetter blieb aus. Es war wieder ein erlebnis- und abwechslungsreicher Tag.

Die Kata Tjuta, gesehen

vom lookout

Erst aus der Nähe

zeigen die Kata Tjuta ihre Schönheit

Der Weg in die Schlucht

Die Stimmung nach Sonnenuntergang
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