24. Oktober 2004
Es stand uns eine 560 km lange Busfahrt zu einem weiteren Naturwunder, den Pinnacles im Naumburg-Nationalpark, bevor.
05.30 Uhr aus den Federn, 8.00 Uhr Abfahrt. Wir fuhren an der schönen Küstenstraße entlang, 60 km Strand, unverbaut, lediglich ein Hotel beeinträchtigt dieses Strandparadies. Etwa 55 km nördlich von Perth erreichten wir den Yanchep-Nationalpark, wo sich uns Koalas possierlich zeigten. Es ist auch ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsgebiet der Perthianer. Einen mehrere hundert Jahre alten Grasbaum konnte die Kamera festhalten.
Nach mehreren Stops erreichten wir unser Ziel, den Naumburg Nationalpark. Der kleine Hafenort Cervantes ist ein Eingangstor in den Park. Von hier gelangt man nach 17 km, bis vor kurzem auf einer Piste, jetzt auf einer Straße, zu den bizarren Steinformationen der Pinnacles, die aus dem Dünensand ragen. Schon von der Ferne sind die weißen Dünen am Indischen Ozean sichtbar.
50 km lang und 20 bis 30 km breit zieht sich diese Wüste am Meer entlang, vor mehr als 20000 Jahren entstanden. Die zahllosen bis zu 5 m hohen Felsnadeln, Pinnacles genannt, sind von Wasser, Wind und Sand geschaffen. Kunst-werke der Natur, keine Säule gleicht der anderen, die zwischen 15000 und 80000 Jahre alt sind. Glücklich und staunend stampften wir durch den Wüstensand begeistert über diese Naturschöpfungen. Dann ergab sich plötzlich, dass sich die Natur nicht unseren Wünschen unterordnen will. Es kam ein Wüstensturm auf. Wer nicht mit beiden Händen seine Kopfbedeckung festhielt, hatte keine Chance sie wieder zu bekommen. Unsere Senioren-Gruppenkondition reichte trotzdem noch für eine Stunde bei den Pinnacles in der Wüste.
Surrealistische Bilder von Dali tauchen beim Betrachten auf. Sehr viel Fantasie ist nicht einzusetzen um in den Formationen Gestalten zu erkennen, wie z.B. in einem untenstehenden Bild ein Känguru. Kakadus bauten sich ein Nest in dieser Sandwüste.
Anschließend steuerten wir einen Picknickplatz direkt am Indischen Ozean an. Der Bus hatte unser Lunch geladen: Warmes und kaltes Essen, viele Salate, Gurken, Brot und verschiedene Säfte, Wasser. Unmöglich war es, das Essen am Picknickplatz aufzubauen. Es verblieb im Kofferraum des Busses, wir füllten von hier aus unsere Teller. Unvermeidlich war beim Essen die zusätzliche Garnierung mit etwas Sand.
Zuvor versuchte Annett uns zu einem Bad in den sehr stürmischen Fluten des Indischen Ozeans zu verführen, was ihr auch teilweise gelang.
Kaum waren wir nach dem Essen einige km gefahren, überraschte uns Annett schon wieder. Wir hielten an einem kleinen Park, wo uns verschiedene Kuchen, Kaffee, Tee serviert wurden. Wir hatten viel Spaß. Gestärkt für unsere Rückfahrt schlug Annett eine andere Route vor, sie wollte uns neue Eindrücke vermitteln und uns die "Weinstraße" nicht vorenthalten, also machte sie gleich ein Weinseminar in Besonderheit zu den australischen Weinen. Nach der Rückkunft um 19.15 Uhr verzichteten wir trotzdem auf Wein, denn es folgte nach dem Bustag ein sehr langer Flugtag.
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